Windbuchen auf dem Schauinsland fotografieren

Tourguide

Verfasst von Claudio Testa am 26 December, 2017

Einleitung

Der Schauinsland ist mit seiner Lage direkt bei Freiburg ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische. Der Schauinsland ist 1248 Meter hoch und bietet diverse Weidenflächen, die im Winter gerne zum Schlittenfahren benutzt werden. Aber auch für Fotografen und Wanderer ist der Schauinsland ein beliebtes Ziel. Im Frühjahr blühen die Weiden auf, wodurch sich ein besonders schönes Farbenspiel gibt und im Winter locken frostige Bäume und schneebedeckte Weiden die, wie aus einem Märchen wirken. Besonders herausstechend und einzigartig sind hier die Windbuchen, die in einer Vielzahl von Formen dem Wetter trotzten und an diversen Hängen zu finden sind. Hier ein kleiner Tourguide zum Fotografieren der Windbuchen. Zunächst mal bin ich kein professioneller Reiseplaner, Veranstalter oder Tourguide und kann lediglich meine Erfahrungen als einheimischer Fotograf darlegen. Nichts desto trotzdem kenne ich mich in der Region aus und möchte hier gerne meine Erfahrungen mit anderen Fotografen teilen, da ich weis wie schwierig es sein kann Fotografietouren zu planen. Deswegen schildere ich hier auch einige Tipps wie ich meine Touren sowohl in meiner näheren Umgebung als auch in anderen Ländern plane und vorbereite. Wenn ihr weite Fragen haben sollt, könnt ihr mir gerne in Facebook eine Nachricht schreiben.

Anfahrt mit dem Auto

Besucher aus dem Norden oder der Region, werden vermutlich die Autobahn A5 Richtung Basel mit der Ausfahrt Freiburg Mitte nehmen anschließend erreicht man mit der B31 sehr gut den Freiburger Stadtkern. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Schauinsland. Hier gibt es mehrere Routen. Zum einen können wir, wie in Bild 1 Blau dargestellt die Route über das Günterstal und Horben nehmen und sind so am schnellsten am Ziel. Die Straßen sind hier allerdings gerade gegen Ende schon etwa sin die Jahre gekommen und gerade im Winter fahre ich gerne über die westliche Route (Bild 2), da hier die Straßen besser und nicht so steil sind. Hier wird über den Freiburger Tunnel bis nach Kirchzarten gefahren, wo man dann die Ausfahrt Kirchzarten/Oberried nimmt. Man kann sich bei dieser Route auch lange an den Steinwasenpark Schildern halten. Es gibt noch weitere Routen, die ich gerade im Winter aufgrund des Straßenzustands und der Unübersichtlichkeit nicht empfehlen kann. Das ist zum einen die Route über Hofsgrund (Bild 3) und die alte Rennstrecke vom Kandel (Bild 4).
Als ich letzten Sonntag hochgefahren bin, waren alle Straßen geräumt aber man sollte sich vorab, gerade wenn es geschneit hat, darüber informieren, ob die Straßen befahrbar sind.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Da der Schauinsland ein beliebtes Reiseziel ist gibt es neben dem Auto auch die möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel hoch zu fahren. Hier kann entweder der Bus verwendet werden oder man fährt mit der Straßenbahn ins Günterstal und nutzt die Schauinslandbahn. Hier muss man sich als Fotograf aber immer an die ersten und lezten Abfahrtzeiten richten.

Parkplätze

Der Schauinsland hat auf dem Gipfel direkt einen großen Parkplatz und weitere kleine Nischen, wo man kostenlos parken kann. Auf Google Maps anzeigen. Wer die Windbuchen im Winter fotografieren will, dem kann ich Parkplatz 3 empfehlen. Von hier läuft man über die Straße nach unten, wo sich diverse Weiden erstrecken.

Wetter und Klima

Wetter und Klima sollte man bei seiner Reise beachten. Besonders interessant ist der Schauinsland im Frühjahr/Sommer und im Winter, wenn Schnee liegt. Die Winterzeit ist durchwachsen. Das Wetter sowie die Schneehöhe variiert sehr stark. So kann es auch mal sein, dass es zur kalten Jahreszeit kurzzeitig gar kein Schnee liegt. Am besten ist es natürlich wenn es Neuschnee gibt und ein Tag später die Sonne scheint. Aber auch bewölktes Wetter hat seinen Reiz, denn oftmals bedeutet das, dass Nebelschwaden die über den Gipfel ziehen. Im Frühjahr/Sommer hingegen sollte man auf bewölktes oder klares Wetter warten. Da es auch sehr windig sein kann empfiehlt es sich eine Windjacke einzupacken. Um das Wetter zu checken, lohnt sich immer ein Blick auf die Bergfex Wettercam Seite. Hier gibt es ein Archiv sowie Echtzeitaufnahmen diverse Webcams in der Umgebung. So kann man ungefähr das Wetter ausmachen und z.B. sehen, ob Schnee liegt.

Begehbarkeit

Im Winter kann man nahezu alle Weiden begehen, sollte allerdings auf die Schneemakirungen achten, die anzeigen, wie Tief der Schnee ist. Im Sommer sieht es hier anders aus. Viele Weidenflächen sind umzäunt oder mit hohem Gras bedeckt. Hohes Gras sollte man aufgrund der Zeckengefahr gerade im Sommer meiden. Hier empfiehlt es sich auf dem Weg zu bleiben und mit hohen Brennweiten zu arbeiten.

Übersichtskarte

Die roten Bereiche auf der Karte würde ich meiden (das Wintersportgebiet natürlich nur im Winter). In dem Wald, links über neben dem Parkplatz gibt es zum Beispiel nur wenig zu fotografieren. Die rechte Seite direkt am Parkplatz, ist stark für Touristen ausgelegt und sehr schön zu laufen aber weniger gut zum Fotografieren. Im Sommer lohnt es sich natürlich auch mal den Schauinslandturm im Touristikbereich zu besichtigen (alles kostenlos). Hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung.

Impressionen und ihr Aufnahmestandort

Wenn ihr auf den Bildnamen klickt, öffnet sich Google Maps mit dem Standort.

Tipps für die Komposition

Windbuchen wirken bei höheren Brennweiten besonders gut, da sie sich so besser vom Hintergrund abheben. Mit meinen Canon 24-70mm f4 am Crop hatte ich hier sehr viel spaß. Allerdings sollte man hier darauf achten, dass der eigene Standpunkt genauso hoch ist wie der Standpunkt der Buchen. Am Hang ist dass leichter gesagt, als getan. Auch ein Ultraweitwinkel lässt sich hier gut einsetzen um interessante Perspektiven der Buchen einzufangen.